Die Kletterwand für die SFL ist eröffnet !

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Jetzt darf ich es endlich verkünden: Heute wurde die Kletterwand offiziell für die Kinder der School for Life eröffnet!

Perfektes Timing, da ich am Freitag die Schule auch schon wieder verlassen werde. Da netterweise auch Berndt Tausch zur Zeit in der Schule ist, konnten wir im Namen der step stiftung vor allen Anwesenden ganz feierlich das rote Band zerschneiden. Auch die Schulleiterin Khun Siriporn kam zur Eröffnung heute morgen und konnte so für mich und Berndt übersetzen. Dieser hält auch schon gleich seine kleine Willkommens-Rede.

Jetzt bin ich an der Reihe. Zuerst erzähle ich ein wenig über die Sportart Klettern und anschließend folgt der unangenehme Teil. Regeln: Die ersten Zwei – 1. Be careful and play it slow und 2. Don’t pollute the area! – haben es hoffentlich bei wenigstens der Hälfte der Kinder bis hinter die Hörrinde geschafft. Besonders Regel zwei liegt mir sehr am Herzen. Schon nach einem Tag Spielen war der gesamte Boden mit Plastik übersät und das muss wirklich nicht sein. Den Umgang und die Bedeutung von Abfallwirtschaft müssen die Kinder wirklich noch intensiver lernen. Naja, wie auch immer, wenn es bei dem Einen oder Anderen hängen bleibt, bin ich schon glücklich. Außerdem sollte man ja auch nicht über lauter Pflichten die wichtigste und letzte Regel vergessen: 3. Have Fun !!

Spätestens bei diesem Stichwort wird applaudiert und die Kinder bedanken sich im Kanon bei der Stiftung und mir für ihre neue Wand. Als obligatorischer letzter Teil wird dann das rote Band von Berndt und mir durchtrennt. Die Versammelten jubeln und bevor einer fragt, ist das neue Spielzeug auch schon von einer lachenden Kinderhorde eingenommen.

Wenn ich jetzt so vor der fertigen, mit Kindern übersäten Wand stehe, wird mir ganz warm ums Herz. Es ist schwer alle meine Gefühle auf einmal zu beschreiben. Einmal ist da sicherlich ein wenig Stolz. Stolz auf etwas, was ich mir anfangs gar nicht zugetraut hatte und was mir auf so viele verschiedene Arten gezeigt hat, was es bedeutet nicht sein Ziel vor Augen zu verlieren. Dann ist da natürlich eine große Freude und vielleicht auch ein wenig Erleichterung, dass es endlich geschafft ist und dass es mir möglich war, den Kindern so etwas zu schenken. In das Ganze mischt sich jedoch auch ein wenig Nostalgie, da sich meine Zeit dem Ende zuneigt. Die knapp 5 Monate sind wie im Flug vergangen und die Kinder und die gesamte School for Life geben einem schnell ein Gefühl von Familie, die ich jetzt verlassen werde. Mehr als alles andere bin ich von einer tiefen Dankbarkeit erfüllt, dass ich so nett aufgenommen wurde. Dafür, dass mir von so vielen Seiten bereitwillig geholfen wurde und auch besonders für die seelische Unterstützung von Seiten der Stiftung, der Lehrer und Schüler und meiner Freunde und Familie, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Nicht zuletzt geht noch ein Dank an alle Spender, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre. Ich weiß, es ist nur eine kleine Wand, aber für mich steht sie stellvertretend für meine gesamte Erfahrung, mein Projekt und mein Wachsen in der School for Life. Vielen, vielen Dank !

Hoffen wir mal sie steht noch, wenn ich wieder komme (was ich mit Sicherheit werde)!

Euer Mirko