Der Sport-Day 2016 in der School For Life

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Auch dieses Semester wird die School For Life für eine Woche zur Sportarena und endet im Sport-Day 2016, an dem  die jeweiligen Final-Spiele ausgetragen werden. Die fälschliche T-Shirt Aufschrift “Sport-Day 2015″ macht nur Sinn in Bezug auf das Semester. Tatsächlich berichtet dieser Eintrag über das diesjährige Ereignis am Freitag, den 22.Januar 2016.

Schon seit Montag wurde jeden Nachmittag gespielt. Vier Teams: Rot, Grün, Blau und Orange, bestehend aus einer Mischung von Schülern, Lehrern und Volontären, messen sich in Volleyball und Fußball. Jeder spielt einmal gegen jeden, und nur die Besten werden am Freitag gegeneinander im Finale antreten. Mein Team (Grün) schlägt sich wacker und wir schaffen es ins Volleyball und Fußball Finale! Alle sind gespannt auf den großen Tag. Freitag Morgen ist es endlich soweit. Alle versammeln sich zum Morgen-Appell, wo bereits eifrig getrommelt wird.

Trommeln Morgen

Es ist nicht nur Sport-Tag der School For Life, sondern zudem auch Phillips letzter Tag als Volontär. Er hat hier für drei Monate Englisch unterrichtet und auch sonst viel im Schulalltag geholfen. Alle kuscheln sich zusammen zum Abschiedsfoto mit ihm in der Mitte.

Phillip Abschied

Anschließend wird Aufstellung genommen zur Sport-Day-Parade. Wir Volontäre wurden darüber leider nicht vorab informiert, daher stehen wir nur in unseren sexy, rosa Polo-Shirts (Ich habe die nicht ausgesucht) am Rand und staunen, wie sich die einzelnen Teams herausgeputzt haben. Hier ein paar Impressionen.

Der Zug setzt sich in Bewegung: Auf zum frisch gemähten Sportplatz! Sogar Zelte sind aufgebaut, Linien gezogen und für Snacks und Getränke ist auch gesorgt. Wenn man die spontane und (aus-)gelassene Art der Thais mal außer Acht lässt, erinnert die Art der Organisation schon fast an deutsche Ordnungsliebe. Wären da nicht einzelne Nachzügler, die sich zu viel Zeit zum Verkleiden genommen haben. Jetzt aber schnell!

KIND IM LAUF
Halt: Erst noch einmal Aufstellung zur formellen Begrüßung. Dann hört für eine Minute alles Gezappel auf und unter den feierlichen Klängen der thailändischen Nationalhymne und am provisorischen Mast wird die Fahne gehisst.
Fahnenmast

Schueler Banner

Die kleineren Kinder machen den Anfang: Gesprintet wird über 50 m, die größeren dann über 100 m. Weiter geht’s mit einem Staffel-Lauf. Um dem thailändischen Humor gerecht zu werden, wurde das Staffelholz selbstverständlich durch einen Oma-Schlüpfer ersetzt. Aber wie zieht man so etwas möglichst schnell an?

Startbereit

Sprinten Kids

Letzte Instruktionen

Weiter geht’s: Zeit zum Ausruhen ist heute nicht: Sackhüpfen und eine Wasserballon-Staffel. Die Dinger sind schwerer festzuhalten als man denkt !

Vom Kinderprogramm nicht genug, geht es weiter mit Blindlaufen und einem weiteren Spiel, was uns Volontären für den Vormittag den Rest gibt. Chronologische Reihenfolge der Aufgaben: Mehl-Pusten und Münze finden, Mandarinen und eine Art extrem trockenes Baiser essen, ein süßes Getränk durch einen Strohhalm schlürfen und anschließend einen Luftballon zum Platzen bringen. Klingt anstrengend: Ist es auch! (Es bleibt zu erwähnen, das es ratsam ist, die Mandarinen zusammen mit dem Trockenkuchen zu essen. Warum ich das weiß, beweist mein katastrophaler Rückstand nach der Essenstation.)

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause geht es weiter mit etwas handfesteren Disziplinen. Tauziehen, Volleyball und anschließend das große Event des Tages: Das Fußball-Finale (welches mein Team Grün gewinnt: Juhuu!). Anschließend gibt es eine Siegerehrung zu den jeweiligen Disziplinen. Die gewinnenden Teams bekommen Medaillen, Pokale, Süßigkeiten und andere Vergnügungsartikel um den Tag perfekt zu machen.

Ein Phänomen bleibt noch hervorzuheben: Würde man den Satz “Tanze so, als würde keiner zuschauen” in einen Wettbewerb der lächerlichsten und ausgelassensten Tanzformationen und -figuren umwandeln, wären die Kinder der School For Life mit Sicherheit Weltmeister. Immer wieder wird im Laufe des Tages durch ein mir undurchsichtiges Signal die Stereoanlage voll aufgedreht und alle Kinder springen auf, um zu den Klängen thailändischer Schlagermusik ihren Gliedmaßen in allen Himmelsrichtungen freien Lauf zu lassen. Offensichtlich kennt das SFL-Kind wohl Gemütszustände wie Scham oder “peinlich berührt” nicht. So wird dem Bewegungsdrang einfach nachgegangen. Das Resultat erweckt im überraschten ausländischen Zuschauer eine Melange aus Erstaunen, Fassungslosigkeit, hauptsächlich jedoch Freude und Vergnügungslust – wie diese Fotos beweisen. Davon könnte sich die häufig anzutreffende deutsche Bewegungssteifheit mal wirklich eine Scheibe abschneiden. Hier noch weitere Bilder eines langen, schönen und besonders spaßigen Tages !

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