Noch eine Woche…

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In meinem ersten Beitrag dieses Blogs will ich mich einer grundlegenden Frage widmen und mich kurz vorstellen:

Also: Wie kommt ein 18 Jahre junger Typ wie ich auf die Idee, in Thailand bei einem edukativen Hilfsprojekt zu helfen und eine Kletterwand zu bauen?

Vermutlich sind Teile meiner Motivation – wie bei den meisten jungen Weltreisenden – nicht sonderlich schwer zu durchschauen. Auf der einen Seite will ich natürlich nach der schönen aber langen Schulzeit mit ihrer doch eher schnöden Alltagsroutine einmal etwas Neues sehen. Raus aus dem kleinen Freiburg und auf in die Welt der Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit (so zumindest die vorurteilslose Wunschvorstellung).

Auf der anderen Seite treibt mich der soziale Wunsch, anderen durch meine Mittel und Möglichkeiten neue Wege zu eröffnen und zu helfen. Ich bin sehr priveligiert aufgewachsen und bin mir bewusst, dass vielen anderen Kindern und Jugendlichen diese unbeschwerte Kindheit verwährt geblieben ist. Dennoch: Ob unbeschwert oder nicht, einer der wichtigste Schlüssel für ein zufriedenes späteres Leben auf eigenen Beinen, ist mit Sicherheit eine gute Bildung. Viele der Kinder, auf die ich in der School for Life treffen werde, haben Schreckliches erlebt. Die kostenlose Bildung gibt ihnen aber eine Hoffnung und reelle Chance, aus dem Teufelskreis der Armut und Unterdrückung auszubrechen, um von einer besseren Zukunft zu träumen. Ich hoffe, ich kann durch meine Arbeit vor Ort irgendwie dazu beitragen, diesen Traum mehr und mehr zur Wirklichkeit werden zu lassen.

So durchgekaut und vielleicht sogar vermessen diese Bemerkungen auch sein mögen, so finde ich es doch wichtig, sie in Bezug auf meine erste Frage zu erwähnen, bilden sie doch einen großen Bestandteil meiner grundlegenden Motivation für mein Praktikum in der School for Life. Zu sagen, meine Gründe seien volkommen sozialer Natur wäre, nicht ehrlich. Andersherum würde es allerdings auch nicht der Wahrheit entsprechen und in diesem, wie auch in kommenden Beiträgen will ich großen Wert auf Ehrlichkeit legen. Zusammengefasst setzt sich meine Motivation also aus zwei hier prägnant dargestellten Teilen zusammen:

1. “Ich will hier raus”

2. “Ich will helfen beim Helfen”

Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich meine damit verbundenen Wünsche als bestätigt erweisen. Hoffen wir das Beste :)

Da ich eingangs wohl vergessen habe mich vorzustellen, hier ein Steckbrief in Kurzfassung.

Mein Name ist Mirko Prokop, ich bin 18 Jahre alt, aufgewachsen in Freiburg und bin seit Juli stolzer Besitzer der allgemeinen Hochschulreife. Adjektive, welche mir spontan zu meiner Person einfallen würden: interessiert, offen, introvertiert (im Sinne von nachdenklich, nicht menschenscheu), sportlich, respektvoll, selbstständig, selbstbewusst. Wichtige Hobbys sind: Gitarre spielen, Klettern, Sport aller Art, sowie Lesen und Faulenzen. Ich bin kein großer Fan von ausführlichen Charakterbeschreibungen besonders im Falle der Selbstreflexion, daher erst einmal nur so viel zur groben, unvollständigen Skizze meiner Person.

Über die nächsten Monate werde ich (hoffentlich einigermaßen regelmäßig) Berichte über meine Fortschritte und Erlebnisse im Projekt und meine Erfahrungen in der School for Life in diesem, meinem Blog hochloaden. Wen es interessiert, wie es mit mir und den Kindern vorangeht, ist herzlich eingeladen, hin und wieder vorbeizuschauen.

Liebe Grüße und Khop Khun Kráp für euer Interresse !

euer Mirko