Kinderschutz im Sport

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Am vergangenen Freitag, 17.01.2020, trafen sich 23 kick-AG-LeiterInnen zum Jahresauftakt von step fortbildung zu einem Workshop zum Thema „Kinderschutz im (Sport)Verein“. Anja Stein, Referentin der Badischen Sportjugend, klärte dabei umfassend über das Thema sexualisierte Gewalt in Sportvereinen auf.

Der Fokus der Fortbildung lag vor allem darauf, wie Kinder in Sportvereinen geschützt werden können und wie TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen handeln können, wenn Kinder ihnen von Gewaltanwendungen berichten oder sie den Verdacht hegen, dass Kinder Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Zudem wurde thematisiert, wie sich TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen schützen können, um nicht selbst zum Opfer zu werden.

Im offenen Gespräch sollten die TeilnehmerInnen zunächst für sich selbst definieren, was sexualisierte Gewalt ist, in welchen Erscheinungsformen diese auftritt und wie ihr präventiv entgegengewirkt werden kann. Schnell wurde dabei klar, dass Kommunikation ein wichtiges Mittel ist, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Durch ständiges Nachfragen und bewusste Gesprächsführung wird den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern und mitzuteilen, wenn eigene Grenzen überschritten werden.

rege Mitarbeit der kick-AG-LeiterInnen
rege Mitarbeit der kick-AG-LeiterInnen

Eben genannte Grenzen nahmen eine ganz zentrale Rolle in der Fortbildung ein, da Grenzverletzungen oftmals auf unbewusste Weise geschehen.

Das Ziel der Referentin war es, bei den TeilnehmerInnen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die eigenen Grenzen sich häufig von denen des Gegenübers unterscheiden. Diese Sensibilisierung ist im Sport unabdingbar und stellt eine wichtige Grundlage dar, um ein Miteinander zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen.

Referentin Anja Stein sensibilisiert für Grenzen
Referentin Anja Stein sensibilisiert für Grenzen

Aufbauend auf diesem Wissen klärte Anja Stein auf, warum Kinder und Jugendliche besonders innerhalb von Vereinsstrukturen Opfer sexualisierter Gewalt werden können, woran TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen Opfer erkennen und welche Maßnahmen sie ergreifen können. Besonders in Erinnerung blieb dabei, dass es nie falsch ist, professionelle Hilfe einzuschalten, wenn sich Kinder oder Jugendliche öffnen oder der Verdacht besteht, dass sie Opfer sexualisierter Gewalt sind.

Die AG-LeiterInnen erhielten durch die Fortbildung viele wichtige Informationen, die sie in die Arbeit in ihren AGs integrieren können: „Ich habe heute vieles gelernt, das ich in verschiedenen Situationen im Umgang mit den Kindern anwenden kann. Ich habe gelernt, Signale zu erkennen, wenn Kinder sexueller Gewalt ausgesetzt sind oder waren. (…) Zudem ist mir nun noch klarer, wie wichtig es ist, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, damit den Kindern so schnell wie möglich geholfen werden kann.“ (Yannick, AG-Leiter)

Teilnehmende
Qualifiziert in Kinderschutz – die kick-AG-LeiterInnen

Weitere Fortbildungsangebote der step stiftung sind unter step fortbildung zu finden.