“Sicherheit im Kinder- und Jugendsport” – step fortbildung qualifiziert ProjekttrainerInnen in der ersten Hilfe

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Zusammenstöße mit fliegenden Bällen, umgeknickte Knöchel, aufgeschürfte Arme – Verletzungen sind alltäglicher Bestandteil des Sports. Ein sicherer und besonnener Umgang mit Verletzten ist für Aufsichtspersonen von maßgeblicher Bedeutung. Wie vermeide ich, dass sich meine Gruppe und auch ich selbst mich verletzen? Und falls es doch zu einer (Sport-)Verletzung kommt, wie helfe ich der verletzen Person am besten? Wie gehe ich mit dem Rest der Gruppe um? Und wie schütze ich eigentlich mich selbst?

15 Anleitende von Sportangeboten in Bereichen von Fußball über Wandern bis Karate nutzten den Erste Hilfe Kurs des Moduls „Sicherheit im Kinder- und Jugendsport“ der step stiftung als Weiterqualifizierungsmöglichkeit für das eigene Handeln als Übungsleiter/in. Die beiden Referent/innen Rebecca Moratscheck und Lutz Bronn haben langjährige Erfahrung als Sportlehrkräfte und als Übungsleiter/innen diverser Fußball-AGs. Entsprechend zeichnet sich der erste Hilfe Kurs durch die Einbettung von Erfahrungen aus der sportlichen Praxis aus.
Zunächst wurden innerhalb des Kurses ausführlich präventive Maßnahmen zur Minimierung von Verletzungen besprochen. In einem angeregten Erfahrungsaustausch gaben bereits aktive Projektleiter/innen sich gegenseitig und angehenden Leiter/innen Tipps aus der Praxis. Auch die Teilnehmenden aus anderen Disziplinen belebten die Diskussion um Möglichkeiten, Verletzungen zu vermeiden. Einige Teilnehmer/innen setzten diese präventiven Maßnahmen unmittelbar im Anschluss an den erste Hilfe Kurs in die Praxis um: „Eine Sache konnte ich auch schon direkt bei uns in der AG anwenden, nämlich, dass man sich auch um die Gruppe kümmert. (…). Ich hab mit den Kindern jetzt schon was eingeübt, damit das dann im Ernstfall besser abläuft. Das sind einfach Sachen, bei denen es hilfreich ist, wenn sie vorbereitet werden und deswegen finde ich den Kurs richtig gut.“ (Alice, Projekttrainerin).

Aufbauend auf ihren eigenen Erfahrungen mit Verletzungen in sportlichen Kontexten, lernten die Teilnehmenden im weiteren Verlauf des Kurses, wie sie mit Verletzungen umgehen, wenn diese einmal doch aufgetreten sind. Fallbeispiele machten die Teilnehmenden zunächst mit verschiedenen Symptomen von typischen (Sport-)Verletzungen vertraut. Durch zahlreiche praktische (Partner-)Übungen konnten sie deren Einordnung und das Leisten von angemessener erster Hilfe so lange üben, bis sie routiniert auf verschiedene Situationen reagieren konnten.

Dieses Konzept kam bei den Teilnehmenden an: „Ich finde den Kurs sehr gut, weil ich noch keine kick AG leite, aber wenn was passiert, kann ich da viel sicherer reingehen. (…) In vergleichbaren Kursen werden typische Sportverletzungen nicht behandelt und diese ganzen Beispiele aus den kick AGs finde ich sehr hilfreich. Deswegen finde ich gerade diesen erste Hilfe Kurs gut.“ (Elisa, angehende Projekttrainerin).
Aber auch für bereits aktive Projektleiter/innen lohnte sich die Teilnahme an dem Kurs: „Bislang war ich immer ein bisschen unsicher, was ich mache, wenn etwas passiert. Jetzt bin ich viel sicherer und ich glaube, das gibt dann auch den Kindern ein besseres Gefühl, falls etwas passiert.“ (Sören, Projekttrainer).