Netzwerktreffen von „Willkommen im Fußball“ in Berlin

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Bundesweites Engagement für Geflüchtete

Bereits zum sechsten Mal veranstaltete die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und die DFL-Stiftung im Rahmen des Programms „Willkommen im Fußball“ ein Netzwerktreffen in Berlin. Dieses Mal trafen sich am 24. und 25. Mai Vertreterinnen und Vertreter aus 18 der insgesamt 23 bundesweiten Bündnisse. Sie tauschten sich über ihre Angebote und Herausforderungen innerhalb ihrer Bündnisarbeit aus und verfolgten das übergeordnete Ziel „voneinander und miteinander zu lernen“.

Das Programm startete am Donnerstag mit einer Stadtführung durch Neukölln, bei der syrische Geflüchtete uns ihre Perspektive auf den Stadtteil zeigten. Nach dem gemeinsamen Abendessen nutzten die Teilnehmenden die Zeit zu netzwerken.

Der Freitag begann mit einer Workshop-Phase, bestehend auf folgenden Workshops: 1. „Das kleine 1×1 der Selbstevaluation“, 2. „Kommunikation jenseits von Stereotypen“, 3. „Elevator-Pitch: Das eigene Vorhaben überzeugend darstellen“. Nach dem Mittagessen wurden verschiedene Beratungssalons angeboten, in denen sich die Netzwerke gegenseitig über ihre Schwerpunkte in den Bündnissen austauschten. Dazu gehörten die Salons „Verknüpfung von Sportangeboten mit Berufsorientierung“,  „Sportangebote für geflüchtete Mädchen und Frauen“, „Qualifizierung von geflüchteten Menschen für das Ehrenamt im Sportverein“ und „Sexuelle Vielfalt im integrativen Fußballteam“.

Parallel zum Netzwerktreffen wurde ein Workshop für Trainerinnen und Trainer veranstaltet, welcher begeistert von verschiedenen Aktiven aus dem Bündnis angenommen wurde.

Fortbildung: “Respektvolles Miteinander, Teamplay und der Umgang mit Frustration”

Die Adidas Base in Berlin ist normalerweise gefüllt mit kickenden Jugendlichen aus ganz Berlin – hier kann man kostenlos die unterschiedlichen Indoor-Hallen und Plätze nutzen, um verschiedenste Variationen vom Fußball zu spielen. An diesem Freitag jedoch gehörte die Halle uns alleine, den Teilnehmenden des Trainerworkshops zum Thema „Fußball und Integration“, der vom Verein Amandla e.V. geleitet wird.

An diesem Tag sollten wir lernen, wie wir unser Fußball-Training so gestalten können, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur ihr fußballerisches Können verbessern, sondern zusätzlich noch Dinge lernen, die für ihren Alltag wichtig sind. So wurden Inhalte wie respektvolles Miteinander, Teamplay, oder der Umgang mit Frustration besprochen. Am Vormittag ging es in der Theorie darum, wie man ein guter Trainer sein kann und den Kids neben dem Fußball diese Inhalte vermittelt. Die Stimmung war super! Die Teilnehmenden brachten sich motiviert mit ein und berichteten von ihren Erfahrungen in Fußballgruppen aus ganz Deutschland.

Nach der Mittagspause in der Berliner Sonne wurde es praktisch: Jeweils zu zweit leiteten wir eine Übung für den Rest der Gruppe und übten so, wie man ein Training nach dem Amandla-Konzept gestaltet und durchführt. Alle waren mit dabei und hatten sichtlich Spaß, den Ball mal wieder selbst zu kicken, anstatt meist nur als Trainer zu arbeiten.

Beim Fazit zum Workshop waren sich alle einig: Wir haben viel gelernt, konkretes Material an die Hand bekommen, wie wir ein Training mit Mehrwert gestalten können, sowie neue Motivation gesammelt. Treffen mit anderen engagierten Menschen sind immer wieder ein toller Anstoß, weiter motiviert bei der Sache zu bleiben und unsere Gesellschaft über den Sport mitzugestalten!

Infos externer Homepages: Willkommen im Fußball  |  Amandla e.V.

Bericht: Kathrin Freudenberger